20. Oktober 2010

Bekenntnis zur Krankenvollversicherung

Vor diesem Hintergrund bezog die Branche noch einmal eindeutig Stellung zu einer irreführenden Medienberichterstattung, in der behauptet wurde, einige PKV-Unternehmen hätten die Aufgabe der Krankenvollversicherung beschlossen und strebten ein einheitliches Versicherungssystem an. Die Mitglieder des Verbandes erteilten derartigen Spekulationen eine klare Absage und sprachen sich im Rahmen der Versammlung geschlossen für die Stärkung der privaten, kapitalgedeckten Krankenvollversicherung aus.


Schulte sagte unmissverständlich: „Die PKV steht uneingeschränkt zu einem Gesundheitssystem mit gesetzlicher und privater Krankenversicherung. Zu einem Einheitssystem wird niemand in der privaten Krankenversicherung die Hand reichen. Auch eine Beschränkung auf die Zusatzversicherung kommt für niemanden in der PKV infrage. Den Folgen der demografischen Entwicklung können wir nur dann erfolgreich begegnen, wenn mehr Menschen und mehr Leistungen in der kapitalgedeckten PKV abgesichert werden.“

Als Beleg für die große Einigkeit der Branche wertete Schulte die Tatsache, dass die privaten Krankenversicherer im März in beeindruckender Geschlossenheit Verfassungsbeschwerde in Karlsruhe eingelegt haben, um sich gegen eine Schwächung der privaten Krankenvollversicherung durch die jüngste Gesundheitsreform zur Wehr zu setzen. 30 private Krankenversicherer haben gegen das Wettbewerbsstärkungsgesetz Verfassungsbeschwerde eingelegt. Zusammen repräsentieren diese Unternehmen rund 95% aller Privatversicherten. „Das macht deutlich, dass sich die Kritik am Wettbewerbsstärkungsgesetz durch die gesamte Branche zieht“, sagte der Verbandsvorsitzende. „Das Wettbewerbsstärkungsgesetz beschneidet die Verträge aller Versicherten und stellt einen massiven Eingriff in alle Unternehmen dar. Deshalb bin ich auch optimistisch, wenn ich nach Karlsruhe schaue.“

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